TSV Germania Lauenberg e.V.   l   Fussball, Tischtennis, Turnen, Tennis & Musik

 

 

 

 

Der Musikzug des TSV Germania Lauenberg besteht seit mehr als 55 Jahren. Seit fünf Jahrzehnten ist diese Sparte unseres Sportvereins ununterbrochen aktiv.

So oft sich auch in dieser Zeit die instrumentale oder personelle Besetzung geändert haben mag, genauso oft wurde auch der Name des Zuges gewechselt.

Zur Neugründung nach dem II. Weltkrieg als reiner Spielmannszug erfolgte Anfang der 60iger Jahre die Erweiterung zu einem Spielmanns- und Fanfarenzug.

Ab 1965 erfolgte dann die Umstellung hin zur Blasmusik. Der Musikzug war geboren.

Die letzte Namensänderung fand dann 1982 statt. Die personelle Besetzung des Musikzuges wurde stärker die gespielte Musik immer besser. Ein repräsentativer Name wurde benötigt. Dies war die Geburtsstunde der Lauenberger-Sollingmusikanten.

Das Blasorchester des TSV kann auf eine langjährige Musiktradition in unserem schönen Sollingort zurückblicken. Seit über 90 Jahren gibt es bereits einen Zug in Lauenberg am Solling.

Als Spielmannszug mit Flöten und Trommeln, im Jahre 1913 erstmals erwähnt, wurde zu Anfang nur zu besonderen Anlässen geprobt und gespielt. Erst im Jahr 1922 wurde offiziell eins Spielmannszug im Sportverein ins Leben gerufen.

Durch den II. Weltkrieg unterbrochen, kam es am 24. November 1948, anlässlich der Einbecker Woche, im Vereinslokal Hagedorn zu einer Neugründung des Spielmannszuges.

Der erste offizielle Einsatz nach dem II. Weltkrieg war im Jahr 1949 anlässlich des Frühjahrsmarktes in Markoldendorf. In den kommenden Jahren wurde der Spielmannszug neu formiert und erweitert.

Unter Leitung von Herbert Spieker wurden erstmalig Jungen und Mädchen in den theoretischen und praktischen Breichen des Spielmannszuges regelmäßig unterrichtet. Bereits 1959 erfolgte die Umstellung auf Metallflöten in Ces. Als größte Ereignisse dieser Zeit gelten die Auftritte bei den Turnfesten in Esse, Hamburg und Berlin.

Zwischenzeitlich wurde ab 1963 innerhalb des Spielmannszuges eine Fanfarengruppe gebildet. Zu dieser Zeit betrug die Spielstärke des Spielmanns- und Fanfarenzuges Lauenberg 54 Personen. Im Zeitraum von 1965 bis 1968 fand dann die Umstellung zum einen Blasorchester statt. Der erste Auftritt der Blasmusikabteilung erfolgte auf der Generalversammlung des Sportvereins im Januar 1966.

Ab 1968 übernahm Wilhelm Bönig die Leitung des Zuges mit der alleinigen Verantwortung für die Ausbildung und die Einsätze.

Im Jahr 1971 erfolgte die Umstellung von der Blech- auf die Harmoniebesetzung.

Hatte die Mitgliederzahl in den 50iger und 60iger Jahren ständig zugenommen, so erfolgte nach der Umstellung zum Blasorchester und dem gleichzeitigen Wechsel in der Leitung des Musikzuges ein Einbruch im personellen Bereich. Die nächsten 15 Jahre bewegte sich die Einsatzstärke des Musikzuges zwischen 25 und 35 Personen.

Durch die hervorragende Arbeit von Wilhelm Bönig im musikalischen Bereich, vor allem bei der Ausbildung neuer Musiker, erreicht der Musikzug ein musikalisches Niveau , welches den Zug weit über die Stadt und Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht haben.

Zwischen den Jahren 1989 und 1994 verbuchte der Musikzug jeweils eine Mitgliederstärke von über 40 Musikern. In dieser Zeit fällt auch der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte der Lauenberger-Sollingmusikanten, der dritte Platz bei den Prager Blasmusiktagen mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

Im Januar 1995 stellte der langjährige Leiter des Musikzuges Wilhelm Bönig sein Amt zur Verfügung und Sid Almond wird neuer Dirigent der Lauenberger-Sollingmusikanten.

Waren es am Anfang hauptsächlich Lauenberger, die dem Musikzug angehörten, so hat sich dies bis heute grundlegend geändert. Hilwartshäuser und Hoppenser gehören genauso dazu wie Markoldendorfer und Einbecker. Zur Zeit hat der Musikzug über 40 aktive Mitglieder. Das Repertoire der Musiker reicht von der Marschmusik über Walzer und Overtüren bis zu aktuellen Musikstücken. Inzwischen hat der Musikzug im kulturellen Leben unserer örtlichen Gemeinschaft einen beachtlichen Stellenwert erworben; mit seinen musikalischen Leistungen genießt er in unserer Region einen qualifizierten Ruf .

Dieser Erfolg beruht nicht zuletzt auf einer funktionierenden Gemeinschaft innerhalb der Vereinsfamilie, die es zu pflegen und zu erhalten gilt. Dieses Bewusstsein ist Anerkennung und Ansporn zugleich. Mit Genugtuung stellen wir fest, dass die Entwicklung unserer Abteilung im Verein auch in den zurückliegenden Jahren erfolgreich verlaufen ist. Wir freuen uns, dass die Laienmusik nicht nur eine Angelegenheit bestimmter Altergruppen ist, sondern das hier jung und alt nebeneinander und miteinander ihr Hobby praktizieren. Insbesondere ist für uns von Bedeutung, dass junge Menschen ihr Interesse an der Blasmusik, mit all ihren Variationen, entdecken. Sie verstärken nicht nur unsere Mitgliederreihen, sondern bilden gleichzeitig das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft.

 

Ralf Gehrmann

Abteilungsleiter Musikzug